Die bisher gespendeten Gelder der FIDURA-Fonds-Anleger:
Die Bayerische Krebsgesellschaft (www.bayerische-krebsgesellschaft.de) setzt sich seit 100 Jahren dafür ein, Menschen mit einer Krebserkrankung und deren Angehörige in allen Lebenslagen zu stärken. Die ambulante psychosoziale Krebsberatung bildet dabei ein zentrales Angebot. Insgesamt unterhält der Verein in Bayern 13 ambulante Psychosoziale Krebsberatungsstellen mit 27 Außensprechstunden im ländlichen Raum mit über 17.800 Beratungen pro Jahr. Darüber hinaus unterstützt der Verein rund 150 angegliederte Selbsthilfegruppen in ihrer Arbeit.
Rund 77.000 Menschen erkranken in Bayern jährlich neu an Krebs. Über 50 Prozent aller Krebspatienten sind durch die Erkrankung und deren Folgen psychisch belastet, ca. 30 Prozent von ihnen entwickeln im Laufe der Erkrankung zusätzlich psychische Störungen, sofern die Belastungen nicht behandelt werden. Zu den medizinischen Fragen kommen auf den Patienten zusätzlich viele Fragen außerhalb der Therapie zu: Bleibt mein Arbeitsplatz erhalten? Was bedeutet die Ausstellung eines Behindertenausweises für mich? Die Krankenkasse lehnt meinen Reha-Antrag ab – was kann ich tun? Die Beantwortung dieser Fragen bedeutet meist eine Irrfahrt durch die Institutionen und detaillierte über das gewöhnliche Maß hinausgehende Kenntnisse über das Sozialgesetzbuch.
Angehörige stehen ebenfalls unter einer enormen Belastung. Sie wollen den Erkrankten stützen, haben aber selber mit Ängsten zu kämpfen. Das Umfeld reagiert tendenziell eher hilflos, scheinbare Freunde ziehen sich zurück und so bleiben sie mit ihren Sorgen allein. Gerade Menschen mit geringerem Bildungsgrad und aus einem sozial schwachen Umfeld (ca. 80 Prozent der vom Verein betreuten Patienten) sind besonders belastet.
Im Praxisalltag in den Kliniken und den onkologischen Praxen zeigt sich – trotz aller Kenntnis darüber – immer noch, dass zu wenig Zeit für umfassende Gespräche bleibt. Die „Sprechende Medizin“, die allzeit viel gelobt wird, ist und bleibt aus vielen Gründen ein Stiefkind. Dabei wäre sie so wichtig, um Nebenwirkungen erträglicher zu machen und psychische Entlastung zu bieten.
Die Experten von der Bayerischen Krebsgesellschaft (Psychologen, Sozialpädagogen und Pädagogen) bieten die Krebsberatung und die Hilfestellung bei der Erstellung von Anträgen in Präsenz, telefonisch, per Videokonferenz oder auch online an.
Die Finanzierung der ambulanten psychosozialen Krebsberatung beruht auf einer Kombination aus öffentlichen Mitteln, projektbezogenen Zuwendungen und Eigenanteilen der Bayerischen Krebsgesellschaft, die i.d.R. aus Spenden kommen. Die FIDURA-Anleger unterstützen die ambulante psychosoziale Krebsberatung in Bayern mit ihrer Spende in Höhe von 30.000 EUR.

Text oben:
Auszug aus dem FIDURA-Prospekt
Kontakt:
Ingrid Weil
089/23 88 98 -15 oder